Verschlagwortung

Verschlagwortung ist ein Fachbegriff aus dem Bibliotheks- und Archivwesen. Es bedeutet, einem Buch, einer Datei, einem Datensatz bestimmte Schlüsselwörter und Indexeinträge zu geben.

Diese Schlüsselwörter ermöglichen es zu suchen und zu finden. Angenommen, Sie haben ein Archiv mit sehr vielen Fotos. Um Übersicht zu erlangen müssen Sie einen Index, ein Verzeichnis, anlegen. In diesem Verzeichnis stehen dann Einträge wie Bild Nr.124 = "Kirche", "Hamburg" und "1890". Wenn man nun nach einem Schlagwort sucht, bekommt man schnell alle Einträge aufgelistet.

Die Verschlagwortung hat in der modernen Datenarchivierung einen besonderen Stellenwert. Oft werden Akten stapelweise eingelesen und es handelt sich um eine Mischung aus Text und Zeichnungen. Damit nun die als Bilddatei vorliegenden Akten auch schnell wiedergefunden und sinnvoll sortiert werden können, erstellt man einen Index und verschlagwortet den Bestand.

- Manuelle Indexierung

Die Manuelle Indexierung, Intellektuelle Indexierung oder Verschlagwortung ist ein Verfahren der Sacherschließung von Dokumenten, bei der einem Dokument repräsentative Schlagwörter (Keywords) zugewiesen werden. Da die freie Indexierung mit beliebigen Wörtern sehr ungenau ist, sollten Schlagwörter aus einem kontrollierten Vokabular (z.b. der Schlagwortnormdatei) oder einer anderen Dokumentationssprache verwendet werden.

- Automatische Indexierung

Ein häufiges Verfahren der automatischen Indexierung ist die Volltextindexierung bei der bis auf Stoppwörter alle Wörter eines Textes in den Index aufgenommen werden (z.b. für eine Suchmaschine). Ggf. werden Wörter mittels Stemming auf einen gemeinsamen Wortstamm zurückgeführt.

Mit Hilfe der Computerlinguistik sind auch intelligentere automatische Verfahren möglich, die zwar nicht an die manuelle Indexierung heranreichen, aber wesentlich stabiler hinsichtlich der Indexierungskonsistenz sind.